WSI will Voraussetzungen für Kommunale Wohnungsgesellschaft prüfen lassen

Wedel-Schulauer-Tageblatt 12.08.2019

Oliver Gabriel WEDEL Es ist ein Top-Thema der Agenda für Wedel: Die Bekämpfung des Mangels an bezahlbarem Wohnraum. Mit einem neuen Vorstoß will die WSI dem Mangel entgegenwirken. Ihr Ansatz: Die Stadt soll eine aktive Rolle auf dem Wohnungsmarkt übernehmen – wenn die Voraussetzungen dafür stimmen.

Genau das soll die Verwaltung eruieren. Ein entsprechender Antrag soll im kommenden Haupt- und Finanzausschuss abgestimmt werden. „Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen zur Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft zu prüfen“, so der Wortlaut des WSI-Papiers. Nach ihrer Vorstellung soll die Stadt sowohl als Bauträger als auch als Erwerber von Bestandswohnungen auftreten können. Es sei nicht erkennbar, dass überproportionale Preissteigerungen am Wohnungsmarkt ein baldiges Ende finden, heißt es in der Begründung. „Eine rein privat organisierte Wohnungswirtschaft führt offenkundig nicht dazu, dass Wohnen ein bezahlbares Gut für alle Bevölkerungsschichten bleibt.“ Weder in Wedel aktive Wohnungsbaugenossenschaften noch die 30-Prozent-Sozialwohnungsquote bei größeren Neubauvorhaben reicht nach Einschätzung der Wählergemeinschaft aus, um die Mietpreisspirale zu stoppen. Laut Zwischenbilanz 2018 waren seit Einführung der Quote 2014 314 geförderte Wohnungen in Wedel entstanden. Eine nicht nach Renditegesichtspunkten geführte Wohnungsgesellschaft sei zumindest theoretisch in der Lage, Wohnungen zu Mietpreisen anzubieten, die auch bezahlbar sind.

Quelle:WST12.09.2019

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